Udo G. Cordes
Gefördert durch:



 

Udo G. Cordes

Vor nunmehr fünf Jahren trug ich dem damaligen Beigeordneten für Kultur und heutigen Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt (Oder), Herrn Martin Patzelt, und dem damaligen Słubicer Bürgermeister Stanislaw Ciecierski meine Idee zum Kunstprojekt »Goetzen – Ich und die Anderen« vor, und wir beschlossen, dieses Projekt gemeinsam zu realisieren. Durch die Förderung der Bundesregierung, Beauftragte für Kultur und Medien, wurde aus der Idee eine konkrete Möglichkeit.

Dafür danke ich, im Namen aller Beteiligten, der Staatsministerin Frau Dr. Christina Weiss.

Die GoetzenHäuser existieren nicht mehr, und die Friedenskirche hat ihre Leere zurück. Im Gegensatz zu üblichen Ausstellungen sind in diesem Fall fast alle Kunstwerke nur für dieses Projekt geschaffen worden. Allein diese Dokumentation bewahrt in Abbildungen und Texten die Kunstwerke gemeinsam mit den Essays zum Thema »Ich und die Anderen« auf, die Boena Chołuj, Lydia Lange, Reinhard Jirgl, Hubert Orłowski, Karol Sauerland, Peep Pillak, Ojars Sparitis, Krzysztof Wojciechowski, Herbert Schirmer und Michael Reiter schrieben.

Die Künstler sind der Einladung nach Frankfurt (Oder) und Słubice gefolgt, sind hier den Fragen nach ihren individuellen Lebensstrategien nachgegangen und haben Kunstwerke für diese Orte und für eine begrenzte Zeit geschaffen.

Die GoetzenHäuser von Jörg Herold, Dmitri Prigov, Helen Escobedo, Zhang Huan, Azade Köker, Ulla Walter, Via Lewandowsky, Monika Sosnowska, Timm Ulrichs, Olegs Tillbergs, Amador, Ryszard Górecki und Urs Jaeggi zu sehen oder zu betreten, ist nicht mehr möglich.

Helen Escobedo, Dmitri Prigov, Ulla Walter, Urs

Jaeggi und Amador haben darüber hinaus dem Inneren der Friedenskirche gemeinsam mit Helge Leiberg, Bogna Burska, Jacek Wesołowski, Judith Siegmund, Veit Hofmann, BUCCO, TRAK Wendisch und mir unter dem Thema »Kein Bild ist wahr« eine neues Aussehen gegeben. Dafür, dass Sie das Konzept mitgetragen und ein Gesamtkunstwerk in der Friedenskirche geschaffen haben und die Stadträume von Frankfurt (Oder) und Słubice einen Sommer lang mit internationaler Kunst bereichert haben, gebührt den Künstlerinnen und Künstlern Dank und große Anerkennung.

Siebentausend Besucher allein in der Friedenskirche und sehr viel mehr in den GoetzenHäusern, dem Collegium Polonicum und der Europa-Universität Viadrina hatten Gelegenheit, sich mit den Fragen von Wahrnehmung und Realität und der Frage nach dem, was ihnen im Leben Halt gibt, zu beschäftigen. In der Reihe »Frankfurter Kunstgespräche« bestand die Möglichkeit, mit Künstlern, Journalisten und Politikern darüber zu diskutieren.

Ohne die Unterstützung der städtischen Behörden, insbesondere des Kulturbüros der Stadt und des Amtes für Tief-, Straßenbau und Grünflächen wäre das Projekt in einem sehr frühen Stadium stecken geblieben. Dafür danke ich Herrn Dr. Reiter und Frau Dorit Bunk sowie der Bürgermeisterin Frau Katja Wolle und schließe in diesen Dank auch alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ein.

Ich danke dem Bürgermeister Herrn Ryszard Bodziacki und dem Stadtarchitekten Herrn Adam Mizerski für ihre Unterstützung. Ebenfalls danke ich dem Direktor des Collegium Polonicum, Herrn Dr. Krzysztof Wojciechowski. In diesen Dank schließe ich auch den Kurator, Herrn Ryszard Górecki, mit ein.