Urs Jaeggi
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Dinge




Urs Jaeggi, Schweiz: »Dinge«
Toninstallation; Fotos: CH-Foto


 

Das Auge ändert sich – Wzrok się zmienia / Es war wie es war Es war wie – Było jak było Było jak / Mit Worten starren – Wpatrywać się słowami / Die Postkarte betreten – Przekroczyć pocztówkę / Dunkle Nacht, bis Mündungsfeuer oben am Hügel – Ciemna noc, aż po błyski strzałów na wzgórzu / Die Explosionen haben aufgehört – Eksplozje się skończyły / Es war Mord, Tag für Tag – Morderstwa, dzień po dniu / Alle noch auf der Strasse Befindlichen – Wszyscy co jeszcze są na ulicach / Es gab keine Schlupflöcher – Żadnych kryjówek / Die Luft durchlöchert – Podziurawione powietrze / Die entlaubten Bäume, rückwärts erschossen – Ogołocone z liści drzewa, zestrzelone od tyłu / Die Zeugen der Ereignisse zerstreut – Świadkowie zdarzeń rozproszeni / Die Gleichgültigkeit der Vögel im Flug – Obojętność ptaków w locie / Geld macht schön – Pieniądz upiększa / Hass ist Energie – Nienawiść to energia / GW Bush ist glücklich – GW Bush jest szczęśliwy / Gott ist zu alt – Bóg jest za stary / Armut macht reich – Bieda wzbogaca / Die Deutschen lassen sich viel gefallen – Niemcy pozwalają sobie na dużo / Nach dem zweiten Schuss wurde er still – Po drugim strzale zamilkł / Die Polen werden sich wundern – Polacy się zdziwią / Fremde sind Abfall – Obcy to śmiecie / Fremde sind wie Fische in der Bratpfanne – Obcy są jak ryby na patelni / Geld wächst vom Himmel – Pieniądze rosną z nieba / Ich will ein Pole sein – Chcę być Polakiem / Was hast du gesagt wo du hin willst? – Co powiedziałeś, że dokąd chcesz? / Die glauben sie haben es hinter sich – Oni wierzą, że mają to za sobą / Die Frist läuft ab – Termin upływa / Einmal im Leben Tannhäuser singen – Raz w życiu zaśpiewać Tannhäuser / Metastasen auf dem Bildschirm – Zmiany na ekranie / Wo sind die Anderen? – Gdzie są inni? / Alles ist Dein – Wszystko jest Twoje / Wir gehen mit der Zeit – Idziemy z duchem czasu / Ich würde alle an die Wand stellen – Porozstawiałbym ich wszystkich pod ścianą / Die Häuser der Verwüster sind entwüstet und wiedergebaut – Domy niszczycieli są zdewastowane i odbudowane / Das Kapitel wuchert – Kapitał rośnie / Steck dir deinen Humanismus sonst wohin – Wsadź sobie gdzieś swój humanizm / Wenn wir die Sehnerven überkreuz mit den Hörnerven verbinden könnten, dann würden wir den Blitz hören und den Donner sehen (Dubois-Reymond) – Gdybyśmy umieli połączyć zmysł wzroku i słuchu, udałoby się nam usłyszeć błysk i zobaczyć huk (Dubois-Reymond) / Gewisse Benutzer kenne alle Dinge – Niektórzy użytkownicy znają wszystkie sprawy / JESUS CHRISTUS IST HIER – JEZUS CHRYSTUS JEST TUTAJ / Oben und unten für alle – Góra i dół dla wszystkich / Feinfühlige Natur–Delikatna natura / Ich bin ein Hinterbliebener–Zostaję w tyle / Die Geschichte hat keinen Sinn – Historia nie ma sensu / Ich will nach Oklahoma – Chcę do Oklahomy / Verräter im Einverständnis mit allen – Zdrajcy w zgodzie ze wszystkimi / Death or alive. Wir holen sie uns. Death – Death or alive. Znajdziemy ich. Death / Den Bankrott besser organisieren – Lepiej zorganizować bankructwo/ Was oder wer will in mir? – Co lub kto chce we mnie? / Überall lauter Wollende – Wszędzie tylko pragnienie / Die Wörter verlassen die Wirklichkeit – Słowa opuszczają rzeczywistość / Philosophen auf der Strasse – Filozofowie na ulicy / Die Wahl zwischen Lügenden und Stinkenden – Wybór między kłamiącymi a cuchnącymi / Ein Lachen wie ein Wunde – Śmiech jak rana / Auf alle Flächen Brandzeichen – Na każdej powierzchni ślady po pożarze / Schritt für Schritt trotz der Toten – Krok po kroku pomimo umarłych / Seine Hand war nicht mehr sicher – Jego dłoń nie była już pewna / Als hörte ich zu – Kiedy nasłuchiwałem / Den leeren Fenster entlang – Wzdłuż pustych okien / Allein – Sam / Mechanisch die Augen in Blickhöhe – Oczy mechanicznie zwrócone ku górze / Der glückliche Tod – Szczęśliwa śmierć / Mit der Faust skandierte Worte – Pięścią skandowane słowa / Alles lässt darauf schließen – Wszystko się na tym kończy / Das Geräusch eines Schrittes – Szmer kroku / Dunkle Nacht bis Mündungsfeuer oben am Hügel – Ciemna noc aż po błyski strzałów na wzgórzu / Eine alte Geschichte, immer wieder verdrängt – Stara historia, ciągle na nowo przemilczana / Weil er keine Heimat hatte – Ponieważ nie miał ojczyzny / Er holt tief die Luft – Wciągnął głęboko powietrze / In stets zunehmenden Maß – Coraz bardziej / Im Schlaf hören wir auf – We śnie przestajemy / Seltsamerweise passt das Mobiliar – Wyjątkowo dobrane umeblowanie / Farben haben keinen Bestand – Kolory nie są trwałe / Eines Tages wird der Himmel blau – Pewnego dnia niebo zrobi się błękitne / Die Rücken der Berge wach – Zbudzone pasmo gór / Dasein wie im Frühling an den Sträuchern die Blätter – Życie niczym liście krzewów na wiosnę / Manchmal genügt es, dem Fluss zuzusehen – Czasami wystarcza popatrzeć na rzekę / Welche Versuchung, der Tod – Co za pokusa ta śmierć / Sie reden über alles mögliche – Oni gadają o wszystkim / Mit der Faust skandierte Worte – Pięścią skandowane słowa / Die Tür ist verschlossen – Drzwi są zamknięte / Wo sind die Anderen? – Gdzie są inni? / Dafür ist es hier viel schöner – Za to tutaj jest piękniej / Verräter im Einverständnis mit allen – Zdrajcy w zgodzie ze wszystkimi / Es schneit über der ganzen Stadt Trümmer – Miasto przysypuje deszcz ruin / Des Andern Haus – Dom innego / Der vergebliche Aufstand der Dinge – Daremny bunt rzeczy / Von Zeit zu Zeit ging ich ans Fenster – Od czasu do czasu podchodziłem do okna / Ist mein Hirn ein Fremder oder eine Fremde? – Czy mój mózg to ktoś inny? / Wenn etwas wahr wäre – Jeśli cokolwiek byłoby prawdą / Als Kind baute ich gegen die Langweile Häuser – Jako dziecko budowałem domy, by sie nie nudzić / Mein Kopf fliegt ohne meine Zustimmung in die Galaxis – Moja głowa frunie w galaktykę bez mojej zgody / Wo treiben sich meine Augen herum, wenn ich schlafe – Gdzie się podziewają moje oczy, kiedy śpię / Er hat gedacht und wurde erschossen – On myślał i go zastrzelili / Das Profil einer Frau – Profil kobiety / Sprache ist das Gehäuse der Sprache – Język jest domem mowy

 

Michael Nungesser

Mit der an der Ostwand des Chorumgangs befindlichen Toninstallation »Dinge« von Urs Jaeggi wird ein neues Medium in die Ausstellung eingeführt: das Wort. Jaeggi, 1931 im schweizerischen Solothurn geboren, lehrte nach dem Studium von Nationalökonomie und Soziologie viele Jahre in verschiedenen Städten als Professor für Soziologie. Seit 1972 lebt er in Berlin. Auch er hat sich, wie Wesoowski, von der (immer eng an der Realität orientierten, engagierten) Wissenschaft in die Schriftstellerei begeben und hat neben wissenschaftlichen Texten Romane, Lyrik und Hörspiele veröffentlicht. Seit den achtziger Jahren ist er als Maler, Zeichner und Bildhauer tätig, seit 1985 hat er zahlreiche Ausstellungen bestückt. Existenzialismus und Surrealismus waren für ihn prägende Einflüsse, in seinen zeichenhaft-figurativen Bildwerken scheinen Elemente der Art Brut auf.

Das Arbeiten als Schreibender oder mit Pinsel, Stift, Säge, Lötkolben oder anderen Werkzeugen Gestaltender hat für Jaeggi eine Gemeinsamkeit: »Für den Schriftsteller und für den Maler spielt sich das Denken in Bildern ab, in der Phantasie.« Das Element des Neuen, des Unverbrauchten, die Unzufriedenheit mit dem status quo treiben ihn voran und bestimmen auch seine ästhetischen Mittel: »Ich brauche den Schock, das Unsaubere, Unästhetische...« Kunst hat nicht vernünftig zu sein, sondern notwendig. Die Suche nach dem Anderen ist seine Stimulans. Was es sein könnte, bleibt offen. »Die großen Ideologien sind inzwischen auch am Verschwinden, und trotzdem ist ja an diese Stelle nicht einfach nichts getreten... Was ich mache, soll einen Sinn haben, etwas verändern.«1 Das sagte Jaeggi vor bald fünfzehn Jahren, heute scheint seine Haltung skeptischer, trostloser zu sein. Auf die Frage »Was gibt mir in meinem Leben Halt?« antwortete er lapidar: »Nichts«2.

Die »Dinge« kann man, auf einem Stuhl sitzend, die Augen geschlossen oder mit Blick auf das Kircheninnere, per Kopfhörer in sich aufnehmen. Es sind Worte (»Allein«), kurze Sätze (»Das Auge ändert sich«; »Die Luft durchlöchert«), Fragen (»Wo sind die Anderen?«; »Ist mein Hirn ein Fremder oder eine Fremde?«), Satzfragmente (»Ein Lachen wie eine Wunde«), Sätze ohne personales Subjekt (»Eines Tages wird der Himmel blau«; »Farben haben keinen Bestand«) oder mit einem (»Ich will ein Pole sein«; »Er holt tief die Luft«). Manche Dinge sind aphoristische Sinnsprüche (»Geld macht schön«; »Hass ist Energie«), zum Teil in englischer Sprache (»Think positive«; »Make war not peace«; »All you need is war«). Die sarkastischen Umkehrungen von Slogans der Hippiebewegung erscheinen wie heutige Regieanweisungen einer Weltmacht auf globaler Bühne (»G.W.Bush ist glücklich«). Krieg, der Jaeggis Generation intensiv geprägt hat, gehört zu den Dingen, denen ein Nie Wieder nichts anzuhaben scheint (»Es war Mord, Tag für Tag«; »Es schneit über der ganzen Stadt Trümmer«). Es finden sich Worte der Haltlosigkeit (»Die Geschichte hat keinen Sinn«) und Worte der Resignation (»Der vergebliche Aufstand der Dinge«). Jaeggi spricht die deutschen Texte selbst (schweizerisch gefärbt), eine junge Frau, Magdalena Filipowiak, die jeweils folgende polnische Übersetzung. Es ist dieser Kontrast, der die Dinge nicht verhärten, sondern im Fluss sein lässt und den geistigen Raum weitet.

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1 Alle Zitate aus: Interview. Urs Jaeggi im Gespräch mit Sepp Hiekisch-Picard und eter Spielmann, in: Ausst.-Kat. Urs Jaeggi. Figuren. Prosa, Gedichte, Bilder, Skulpturen, Zeichnungen, Objekte. Hg. von S.Hiekisch-Picard und P.Spielmann, Zürich: Arche Verlag 1991, o.P.

2 Vgl. http://www.kunstprojekt-goetzen.de/old/g_frpak.htm.